Hobbys im Lebenslauf

Hobbys im Lebenslauf: Welche sollte man angeben und welche nicht?

Lesen, laufen, kochen: Jeder Mensch hat Hobbys. Neuerdings kommen vielleicht noch solche wie youtuben, skypen oder bloggen dazu. Aber gehören solche Hobbys in den Lebenslauf? Jein, nicht alle Hobbys gehören in den Lebenslauf. Interessen die in Bezug zur offenen Stelle von Relevanz sind, sollte man im Lebenslauf erwähnen. Gerade von sozialem Engagement lesen Chefs gern, weil sie viel über den Charakter eines Bewerbers aussagen. Zudem wird das Bild des Kandidaten klarer, wenn Hobbys, Interessen und Tätigkeiten im Ehrenamt vorhanden sind.

Achtung! Was Du mit Hobbys bewirken kannst:

Personaler unterscheiden unbewusst zwischen normalen und besonderen Hobbys: Normale Hobbys wie Lesen, Schwimmen, Wandern, Freunde treffen,… sind Standard Freizeitaktivitäten. Gleichzeitig bringen sie den Bewerbern auch nur einen geringen Mehrwert. Im schlechtesten Fall können sie sogar als „langweilig“ oder „überflüssig“ abgestempelt werden.

Dem Gegenüber stehen extreme Freizeitaktivitäten: Fallschirmspringen, Motorradrennen-Fahren oder Kitesurfen sind nicht nur sehr gefährlich, sie verraten auch viel über den Charakter einer Person. Bewerber müssen sich die Frage stellen, ob die große Risikobereitschaft dieser Hobbys zur angestrebten Position passt. Wie viel Risikobereitschaft ist in meinem Wunschberuf gefragt?

Prinzipiell gilt: Wer sich für einen relativ „normalen“ Job bewirbt, sollte auch keine zu extravaganten Hobbys im Lebenslauf einbauen.

Finger weg vor „Bewerbungskillern“!

Aber Achtung: Nicht alle Hobbys wirken gleich positiv. Es gibt Freizeitbeschäftigungen, die sollte man eher nicht erwähnen, damit sie nicht zum Bewerbungskiller werden.
Zu diesen gehören Fernsehen, Kino oder Playstation-Spiele spielen, also sogenannte passive Beschäftigungen. Sie sind vom Image her sehr negativ behaftet. Argumente dafür könnten sein, dass die Teamfähigkeit beispielsweise durch Computerspiele geschult werden kann. Dennoch gilt es solche Hobbys eher im Lebenslauf zu vermeiden.

Bereite Dich vor!

Stelle Dich in jedem Fall auf Rückfragen ein, die sich auf die von Dir angegebenen Freizeitaktivitäten beziehen. Wenn Du hier nach Antworten stammelst oder über Dein Hobby nicht genau Bescheid weißt, macht das einen sehr unprofessionellen Eindruck.
Besonders in Südtirol ist das Ehrenamt ein fundamentaler Bestandteil der Gesellschaft. Unzählige Vereine gehen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit nach, vor allem in den vielen Dörfern und Landgemeinden. Diese Aktivitäten können im Lebenslauf ein entscheidender Vorteil sein, weil sie beweisen, dass der Bewerber kein bloßer Opportunist ist. Personaler achten vor allem darauf, welche Rolle ein Bewerber in einem anderen sozialen Umfeld einnimmt. Ist die Person beispielsweise Schriftführer oder Vereinsvorsitzender? All das lässt Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu.

In Südtirol zählt das Ehrenamt

Vorsicht: Ehrenamtliche Tätigkeit in politischen Parteien, Gruppierungen, die extremistischen politischen Parteien zugeordnet werden, sind ein großes Risiko – vor allem dann, wenn die Entscheider in einem Unternehmen eine andere politische Wertehaltung haben. Insgesamt gilt: Im Idealfall passen die Hobbys im Lebenslauf zum angestrebten Berufsbild und haben eine gewisse Relevanz – wenn auch nur sehr entfernt.

Unser Tipp: Weniger ist mehr

Insgesamt ist es wichtig, Vorsicht walten zu lassen! Bleib ehrlich. Weniger ist mehr. Jeder Personaler wird verstehen, dass Du nicht alle Interessen Deines Lebens aufzählen wirst. Schreib in den Lebenslauf immer nur das Wesentliche! Aber was ist schon wesentlich? All das, was Dir als Bewerber einen Vorteil verschafft. Im Idealfall passen die Hobbys im Lebenslauf zur angestrebten Position. Das lässt im Bewerbungsgespräch das Eis brechen und gibt Personalern Sicherheit. Damit bist Du als Bewerber der Konkurrenz einen Schritt voraus!

 

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